Über 100 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren aus dem Landkreis Rastatt, dem Landkreis Karlsruhe und dem Stadtkreis Baden-Baden bewiesen am Samstag, dass sie die erste Hürde für den aktiven Feuerwehrdienst mit Erfolg meistern können. Bei der diesjährigen Abnahme der Jugendfeuerwehr-Leistungsspange konnten alle Teilnehmer die Leistungsübungen mit Erfolg absolvieren.

Die Freiwillige Feuerwehr Ottersweier war in diesem Jahr Ausrichter der alle zwei Jahre stattfindenden Abnahme der Leistungsspange. 14 Feuerwehrjugendgruppen aus neun Jugendfeuerwehren und aus drei Landkreisen waren im Hägenich-Stadion angetreten, um feuerwehrtechnische Aufgaben, aber auch ihre Fitness und ihr Allgemeinwissen auf den Prüfstand stellen zu lassen. Dabei war vor allen Dingen Gruppendynamik und das Zusammenwirken der neun Teilnehmer einer Gruppe von großer Bedeutung, denn die erzielten Punkte trugen letztlich zu einem Gesamtergebnis bei.

14 feuerwehrtechnisch ausgebildete Schiedsrichter aus dem Landkreis Rastatt bewerteten mit strengem Auge und mit Stoppuhr die von den Jugendlichen auszuführenden Aufgaben. Als Abnahmeberechtigte der Deutschen Jugendfeuerwehr fungierten Sebastian Waidmann aus Knielingen und Rainer Schieber aus Sigmaringen.

Akkurate Zusammenarbeit und zügiges Vorangehen mussten die zukünftigen Wehrmänner und –frauen beim Löschangriff beweisen, wobei wie beim echten Einsatz die Gruppe in Angriff-, Wasser- und Schlauchtrupp eingeteilt war. Bei der Schlauchstafette mussten acht 15 Meter lange C-Schläuche in einer maximalen Zeit von 75 Sekunden exakt ausgerollt werden. Gruppenergebnis beim Kugelstoßen waren mindestens 55 Meter, und beim Staffellauf galt es, 1500 Meter in mindestens 4:10 Minuten hinzulegen. „Die beste Zeit waren 3:50 Minuten“, sagte Schieber. Doch nicht nur körperlich waren die Jugendlichen gefordert, auch ihr Erscheinungsbild als Gruppe trug zum Gesamteindruck bei, ebenso wie die richtigen Antworten auf Fragen aus Allgemeinbildung, Staatswissen und Feuerwehr.Ausgezeichnet mit der Jugendleistungsspange wurden die Jugendfeuerwehren aus Baden-Baden, Bühl, Forbach, Gaggenau, Iffezheim, Lichtenau, Karlsruhe, Rheinmünster und Ottersweier.