Man könnte fast sagen, der traditionelle Floriansgottesdienst der Feuerwehren aus dem Landkreis Rastatt und dem Stadtkreis Baden-Baden ist an seinen Ursprungsort zurückgekehrt. Denn in diesem Jahr fand der Gottesdienst zu Ehren des Schutzpatrons der Feuerwehren in der St. Bartholomäus-Kirche im Baden-Badener Stadtteil Haueneberstein statt.

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Ergreifend war der Einzug der zahlreichen Wimpel- und Fahnenträger aus den Gemeinde- und Jugendfeuerwehren des Landkreises Rastatt und des Stadtkreises Baden-Baden. Weit über 400 Besucher aus der großen Feuerwehrfamilie hatten sich in der Kirche versammelt, um Gott zu danken und um Hilfe bei den zukünftigen Einsätzen zu bitten.

Ins Leben gerufen wurde der Floriansgottesdienst, zu dem jedes Jahr am 4. Mai, dem Todestag des Schutzpatrons, eingeladen wird, von Franz Schäfer, ehemaliger Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Rastatt, der im Jahre 1988 zum ersten Mal in die Autobahnkirche Baden-Baden eingeladen hatte. Doch bereits beim zweiten Floriansgottesdienst war die Kirche aufgrund der großen Besucherzahlen zu klein. Bis heute fand er in verschiedenen Städten und Gemeinden des Landkreises Rastatt statt, meist in Verbindung eines Jubiläums der dortigen Feuerwehr, doch stets waren die Kameraden aus den Abteilungen des Stadtkreises Baden-Baden dabei.

Feierlich eröffnet wurde die ökumenische Andacht vom Kirchenchor Haueneberstein. Noch sichtlich unter den Eindrücken eines kurz zuvor geschehenen Auffahrunfalls bemerkte der evangelische Pfarrer Kornelius Gölz, wie gut es sei, dass es solche Helfer wie die Feuerwehren gebe. „Wir als Kirche sind dankbar für Ihre Hilfe“, bemerkte er. Jesus selbst sei ein lebendiges Vorbild für alles Helfen. Pastoralreferent Christoph Müller von der Katholischen Seelsorgeeinheit Baden-Baden-Oos dankte für die Kameradschaft unter den Feuerwehren, die beim Floriansgottesdienst einmal mehr unter Beweis gestellt würde.

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Die Grußworte des Stadtfeuerwehrverbandes Baden-Baden überbrachte Vorsitzender Gerhard Kloé, die des Kreisfeuerwehrverbandes Rastatt Verbandsvorsitzender Mirko Lipinski. Die Kollekte des Gottesdienstes ging in diesem Jahr je zur Hälfe an die Notfallseelsorge und an das Notfallkrisenteam. Im Anschluss an den Gottesdienst traf sich die große Feuerwehrfamilie aus Baden-Baden und dem Landkreis Rastatt zu einem gemütlichen Beisammensein in der Eberbachhalle Haueneberstein.

Bericht: Anne-Rose Gangl