Forbach/Rastatt/Bühl/Sinzheim (ar). Der Kreisfeuerwehrverband (KFV) Rastatt formulierte in der diesjährigen Hauptversammlung, die am Dienstagabend in der Festhalle Langenbrand stattfand, seine Ziele. Dabei bewies der Verband, dass er sich als starker Interessenvertreter der Gemeinschaft der Feuerwehren im Landkreis Rastatt versteht und auch die Politik in die Pflicht nimmt.

Ausrichter der diesjährigen Verbandsversammlung war die Freiwillige Feuerwehr Forbach, Abteilung Langenbrand, deren Abteilungskommandant Thorsten Striebich rund 180 Kameradinnen und Kameraden aus dem ganzen Landkreis Rastatt, Vertreter der benachbarten Feuerwehrverbände aus Karlsruhe und Baden-Baden sowie Vertreter aus Politik begrüßen konnte. Musikalisch begrüßte der Musikverein Langenbrand unter Leitung von Adrian Bauer.

„Die Feuerwehren kommen nicht erst, wenn es piepst, sondern sie opfern schon zuvor viele Stunden Freizeit in ihre Ausbildung“, sagte Verbandsvorsitzender Jürgen Segewitz und versprach, der Öffentlichkeit mehr Einblick in die Arbeit der Feuerwehren zu geben. So erinnerte er an die zahlreichen Aktivitäten und Maßnahmen, die bereits im vergangenen Jahr zur Neuausrichtung der Verbandsarbeit getätigt wurden. Auch der Aufgabenkalender in diesem Jahr ist prall gefüllt mit vielen Neuerungen, die zur Mitgliedergewinnung und zu einem besseren Verständnis für den freiwilligen Feuerwehrdienst beitragen sollen.

„Die Feuerwehren im Landkreis Rastatt – eine starke Gemeinschaft“, so der neue Slogan, den Verband und Kreisbrandmeister Heiko Schäfer gemeinsam erarbeitet haben. Es war daher auch eine Premiere, dass der Kreisbrandmeister Zahlen auf den Tisch legte. Insgesamt waren zum Ende vergangenen Jahres 4.664 Mitglieder in der Gemeinschaft der Feuerwehren im Landkreis Rastatt aktiv, doch davon lediglich 14 als hauptamtliche Mitarbeiter in den Gemeindefeuerwehren, das sind gerade 0,6 Prozent. Die Aktiven wurden im gesamten Landkreisgebiet im vergangenen Jahr zu 2.965 Einsätzen gerufen. Doch damit nicht genug: rund 450 Feuerwehraktive opferten ihre Freizeit für 24 Lehrgänge, weitere 526 Aktive trainierten auf der Atemschutzübungsanlage in Kuppenheim.

Positive Berichte legten aus der Ehrenabteilung Erich Huck sowie Kassier Albin Koch vor. Grußworte überbrachten Toni Huber und Landtagsabgeordneter Tobias Wald.

Eine besondere Würdigung erhielt Landrat Jürgen Bäuerle. Er erhielt mit der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille Gold die höchste Würdigung des Deutschen Feuerwehrverbandes. „Was wären wir ohne unser Feuerwehrwesen“, sagte Bäuerle sichtlich gerührt über diese Ehrung im Kreise seiner Landkreis-Feuerwehrfamilie.

Im Rahmen der Hauptversammlung würdigten Verbandsvorsitzender Jürgen Segewitz und Kreisbrandmeister Heiko Schäfer das außergewöhnliche langjährige Engagement auf Gemeinde- und Kreisebene zahlreicher Kameraden. Die KFV-Ehrennadel in Bronze erhielten Alexander Langer (FFW Rheinmünster) sowie Heinz Günter Beierlein (FFW Loffenau), die KFV Ehrennadel in Silber Samuel Engelhard (FFW Bietigheim). Die KFV-Ehrennadel in Gold erhielten Hans-Jürgen Mockert (FFW Bietigheim), Michael Bracht und Ulrich Rieger (FFW Gaggenau) sowie Martin Karle (FFW Rastatt).

Die Ehrenmedaille in Silber des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg erhielt Walter Schmeiser (FFW Gernsbach). Mit der Ehrenmedaille in Silber des Landesfeuerwehrverbandes wurde Wolfgang Ernst (FFW Sinzheim) gewürdigt. Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber erhielten Thomas Arnheiter (FFW Rheinmünster) sowie Manfred Ernst und Horst Ernst (FFW Sinzheim). Das Förderschild „Partner der Feuerwehr“ des Deutschen Feuerwehrverbandes erhielt Martin Baumer von der Firma CNC-Drehteile Steinmauern für die Freistellung seiner Mitarbeiter zu Feuerwehr-Einsätzen und Schulungen.

Verabschiedet wurden im Rahmen der Versammlung der ehemalige stellvertretende Kreisbrandmeister Dieter Spannagel (FFW Gaggenau) sowie Heinz Günter Beierlein, der aus dem Amt des stellvertretenden Kreisvorsitzenden ausscheidet. Neu gewählt als stellvertretender Verbandsvorsitzender wurde Marc Niewerth, Kommandant der FFW Durmersheim.