Jeder Handgriff muss sitzen, wenn die aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner der Gemeindefeuerwehren des Landkreises Rastatt zu einem Einsatz gerufen werden. Rund 300 aktive Feuerwehrangehörige aus dem Landkreis Rastatt bewiesen am Samstag, dass sie fit für den Einsatz sind. Auf dem Festgelände in der Weißenburgerstraße in Durmersheim fand die Abnahme der Leistungsübungen der Freiwilligen Feuerwehren statt, an der sich in diesem Jahr 26 Gruppen beteiligten.

Leistungsabzeichen 2017 01

 Jeder Handgriff muss sitzen, wenn die aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner der Gemeindefeuerwehren des Landkreises Rastatt zu einem Einsatz gerufen werden. Rund 300 aktive Feuerwehrangehörige aus dem Landkreis Rastatt bewiesen am Samstag, dass sie fit für den Einsatz sind. Auf dem Festgelände in der Weißenburgerstraße in Durmersheim fand die Abnahme der Leistungsübungen der Freiwilligen Feuerwehren statt, an der sich in diesem Jahr 26 Gruppen beteiligten.

Ausrichter der Abnahme der Leistungsprüfungen war in diesem Jahr die Freiwillige Feuerwehr Durmersheim anlässlich ihres 150-jährigen Jubiläums. Für die Kameraden aus der Hardt war dies bereits das dritte Mal, dass sie zur Abnahme eine Übungsstrecke aufbauten, denn bereits vor 50 Jahren zum 100-Jährigen, aber auch zum 125-Jährigen waren die Landkreiswehren Gast in Durmersheim. Anfang der Woche hatten sie die rund 100 Meter lange Übungsstrecke aufgebaut, um den Landkreiswehren vor der Abnahme noch die Möglichkeit zum Training zu bieten.

„Wassertrupp zur Brandbekämpfung zum zweiten Rohr“, hörte man es über den Platz rufen. Unter den strengen Augen von Schiedsrichterobmann Martin Karle und seinen 22 Schiedsrichtern aus dem Landkreis Rastatt mussten die zur Abnahme der Leistungsübungen angetretenen Gruppen ihr Können unter Beweis stellen, dabei einen Löschangriff durchführen,  eine technische Hilfeleistung mit Rettung einer Person aus einem Pkw abarbeiten und sich in Theorie prüfen lassen. Jede Gruppe bestand aus zehn aktiven Feuerwehrangehörigen einer Gemeindefeuerwehr, wobei teilweise auch interkommunal zusammengearbeitet wurde und Feuerwehrangehörige aus verschiedenen Gemeindewehren sich zusammengeschlossen haben. Die einzelnen sechs Funktionen für Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp werden dabei in der neunköpfigen Gruppe ausgelost, was bedeutet, jeder muss alles zuvor bis ins kleinste Detail geübt haben.

Und während die einen bereits ihre erfolgreich bestandene Prüfung feierten, mussten sich die anderen noch der Herausforderung stellen. „Seit Februar haben wir zusätzlich zu den normalen Proben und Ausbildungen bis zu drei Mal wöchentlich für die Abnahme der Leistungsübungen trainiert“, sagte Marco Weitz, Gruppenführer der Feuerwehr Gernsbach. „Das Leistungsabzeichen ist eine Ehrensache, es gehört zu einem Feuerwehrmann dazu, es bringt Routine im Einsatzablauf und fördert die Kameradschaft sowie die Teamarbeit“, fügte er hinzu.

Über 2.000 Feuerwehrkameraden im Landkreis Rastatt erhielten in den vergangenen Jahren das Leistungsabzeichen in Gold, das nach bestandener Prüfung des Leistungsabzeichens in Bronze und Silber absolviert werden kann. Voraussetzung für das Leistungsabzeichen in Bronze ist das Mindestalter von 17 Jahren, eine Grundausbildung und Truppmannausbildung I. Für die Leistungsabzeichen in Silber und Gold ist ein Alter von 18 Jahren sowie eine Atemschutzausbildung Voraussetzung.

„Ich erwarte, dass alle nach dem Abschluss der Grundausbildung mindestens das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze machen sollten“, sagte Kreisbrandmeister Heiko Schäfer, der selbst alle drei Stufen erfolgreich absolviert hatte. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, welchen Mehrwert das Training zum Leistungsabzeichen bringt“, so Schäfer. „Wer im Sport erfolgreich sein will, muss viel trainieren. Wir machen keinen Sport, aber wir wollen und müssen Menschen retten. Daher müssen wir eine gute und verlässliche Arbeit abliefern“, betonte der Kreisbrandmeister.

Insgesamt konnte Schäfer an acht Gruppen das Leistungsabzeichen in Bronze, an sieben Gruppen das Leistungsabzeichen in Silber und an sechs Gruppen das Leistungsabzeichen in Gold vergeben. Das goldene Leistungsabzeichen erhielten die Gruppen der Feuerwehren Forbach, Gernsbach, Muggensturm und Gaggenau-Bad Rotenfels. Das Leistungsabzeichen in Silber ging an die Gruppen der Feuerwehren Durmersheim, Iffezheim, Gernsbach-Lautenbach, Gaggenau-Michelbach und Lichtenau. Das bronzene Leistungsabzeichen erhielten die Gruppen der Feuerwehren Lichtenau, Bischweier, Sinzheim, Rastatt-Ottersdorf und Kuppenheim.