
Am Sonntag 04.10.2026 fand in Gernsbach eine großangelegte Tunnelübung der Freiwilligen Feuerwehr Gernsbach unter Beteiligung weiterer regionaler Feuerwehren und Organisationen statt.
Wenn es in dem 1527m langen Gernsbacher Straßentunnel der B 462 brennt, dann zählt jede Sekunde, die Einsatztaktik und jeder Handgriff muss sitzen.
Die Feuerwehr Gernsbach ist darauf vorbereitet. Um die Einsatzplanung und die Einsatztaktik zur Gefahrenabwehr im Tunnel zu überprüfen, hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Gernsbach am Sonntag 04.10.2026 den Gernsbacher Tunnel sperren lassen, um dort eine großangelegte Übung durchzuführen. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Gernsbach beteiligten sich die Feuerwehren aus Baden-Baden und Rastatt an der Übung.
Die Feuerwehr Weisenbach und Gaggenau stellte den Grundschutz für die Stadt während der Übung und unterstützen bei Sicherungsmaßnahmen rund um den Tunnel.
Der Gernsbacher Feuerwehrkommandant Dennis Reiser hat zusammen mit seinem Team das Übungsszenario entworfen.
Im Tunnel kam es zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Kleintransportern, bei dem ein Fahrzeugführer schwer verletzt wird und eines der beiden Fahrzeuge in Brand gerät.
Das Unfallereignis wurde über die Verkehrsüberwachung des Tunnels erkannt und durch die Leitstelle Mittelbaden die Feuerwehr Gernsbach alarmiert. Zwischenzeitlich gingen bei der Leitstelle auch mehrere Notrufe aus dem Tunnel ein. Gemeldet wurden in beiden Fahrtrichtungen betroffene Fahrzeuge und Insassen. Eine Rauchausbreitung war deutlich erkennbar.
Die Einsatzplanung sieht dabei vor, dass eine Feuerwehreinheit der Feuerwehr Gernsbach sofort zum Unfallereignis in den Tunnel ausrückt. Weitere Einsatzkräfte aus Gernsbach gehen über die Rettungstreppenhäuser in den Tunnel vor, unterstützen dabei die Menschenrettung und Brandbekämpfung. Sofort beginnen sie mit der Erkundung in beide Fahrtrichtungen um der Einsatzleitung ein genaues Lagebild zu verschaffen. Der Einsatzleiter weist die anrückenden Einheiten aus Baden-Baden und Rastatt in die Lage ein und gibt den Einsatzauftrag zur Suche und Rettung von Personen. Dazu fahren die Einsatzkräfte die Tunnelportale Süd und Nord an und gehen in die Tunnelröhre vor.
Neben den beiden verunfallten Kleintransportern standen im Tunnel noch weitere 8 Fahrzeuge. Unter anderem auch ein Reisebus, ein Fahrzeug für den Rollstuhltransport, sowie 2 LKW’s mit Gefahrgutkennzeichnung.
Zehn Statisten und vier Dummys stellten die 9 verletzten und 5 unverletzt beteiligten Personen dar, die gerettet beziehungswiese betreut und über die Rettungswege in Sicherheit gebracht werden mussten. Außerhalb des Tunnels wurden die Verletzen und Betroffenen an die ehrenamtlichen Mitglieder des DRK Ortsverband Gernsbach übergeben.
Insgesamt beteiligten sich an der Übung 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr und DRK.
Im Vordergrund dieser Übung stand die Kommunikation zwischen den gebildeten Einsatzabschnitten und der Einsatzleitung, sowie die Kommunikation und Abstimmung mit der Einsatzleitung DRK. Ziel war es, die Einsatzplanung und die Kommunikation sowie die taktische Vorgehensweise unter realistischen Bedingungen zu prüfen. Erkenntnisse die daraus resultieren, führen zur Fortschreibung der Einsatzplanung.
Dennis Reiser bedankte sich bei allen eingesetzten Kräften sowie den beteiligten Behörden und Organisationen für die tatkräftige Unterstützung.
Respekt und Anerkennung überbrachte Dirk Preiß, als Vertreter der Stadt Gernsbach, den eingesetzten Einsatzkräften.


