Mit einem gemeinsamen Mannschaftsfoto startete die Feuerwehr Wintersdorf am letzten
Sonntagmorgen in ihren großen Tag, der wohl allen noch lange und gut in Erinnerung
bleiben wird. Für das Foto kamen alle Mitglieder der Einsatzmannschaft, Altersabteilung und
Jugendfeuerwehr zusammen. Dem Gruppenfoto sollten ein prächtiger Festgottesdienst und
eine Matinee anlässlich des 100-jährigen Jubiläums folgen.
Die Kirchenglocken luden die Floriansjünger sowie Bürgerinnen und Bürger in die Kirche.
Um 10:30 Uhr begann der Gottesdienst in der Pfarrkirche St.-Michael mit vielen festlichen
Liedern und andächtigen Gebeten. Pfarrer Vincent Padinjarakadan zelebrierte ihn glanzvoll.
Zur Seite standen ihm dabei seine Ministranten. Er gedachte der verstorbenen
Feuerwehrkameraden und wies auf die 100-jährige Geschichte der Wintersdorfer Feuerwehr
hin. Alles war möglich mit Gottes Liebe und Gottes Beistand.
Unter strahlend blauem Himmel ging es nach dem Gottesdienst in Richtung Festhalle. Dort
blickten die Feuerwehrfrauen und -männer bei der nun folgenden Matinee stolz auf ihr 100-
jähriges Bestehen zurück, viele wurden dabei von ihren Partnerinnen bzw. Partnern
begleitet.
Zu Beginn begrüßte Abteilungskommandant Daniel Rauhöft alle versammelten Gäste. In
zwei Abschnitten ließ er 100 Jahre Feuerwehrgeschichte Revue passieren. Er berichtete von
den Anfängen des Löschwesens in Wintersdorf im 17. Jahrhundert, der Gründungsfeier im
Gasthaus Blume im Jahr 1926 und der Eingliederung der Feuerwehr Wintersdorf in die
Feuerwehr Rastatt in den 70er Jahren. Auch wichtige Meilensteine, wie den Bau des
Feuerwehrhauses und die Gründung der Jugendfeuerwehr hob er hervor. Er zitierte frühere
Abteilungskommandanten und unterstrich deren Worte von damals, die Freiwilligkeit,
Uneigennützigkeit, Kameradschaft und selbstlosen Einsatz der Feuerwehr betonen. Darauf
hoben alle ihre Gläser.
Bürgermeister Lutz Kirchner gebührte den Feuerwehrfrauen und -männern Dank und
Respekt. Die Stadt Rastatt sei sich Ihrer Verantwortung bewusst, was sich in den momentan
voranschreitenden Umbau- und Renovierungsarbeiten am Feuerwehrhaus widerspiegle.
Außerdem werde bis 2028 ein neues Löschfahrzeug für Wintersdorf ausgeliefert.
Ortsvorsteherin Daniela Schneider gratulierte der Mannschaft auch im Namen des
Ortschaftsrats. Die ständige Einsatzbereitschaft sei ein wahrer Schatz.
Als Repräsentant für die örtlichen Vereine, schloss sich Matthias Peter den Grußworten an.
Es sei gut zu wissen, dass es die Feuerwehr gibt. Er überreichte dem
Abteilungskommandanten ein ganz besonderes Präsent: Ein originales Abzeichen der
Gründungsfeier der Feuerwehr Wintersdorf vom 26. September 1926.
Freuen durften sich die Floriansjünger über zahlreiche Ehrungen und Beförderungen, die im
Rahmen der Feier verliehen wurden:
Daniel Rauhöft erhielt das Feuerwehrehrenzeichen in Bronze, Peter Schmitz das
Feuerwehrehrenzeichen in Gold. Theodor Stegmüller und Reinhard Schaaf wurden für 50
Jahre Zugehörigkeit geehrt.
Fabienne Wetzel wurde zur Feuerwehrfrau befördert. Kerstin Ernst stieg in den Dienstgrad
der Hauptfeuerwehrfrau auf.
Musikalisch wurde der gesamte Festakt vom Musikverein stimmungsvoll und würdig
umrahmt. Dafür ein herzliches Dankeschön.
Im Anschluss an das förmliche Programm, waren alle Gäste dazu eingeladen an den
Tischen und Stehtischen miteinander ins Gespräch zu kommen. So fand der
Sonntagnachmittag bei vielen schönen Gesprächen und Begegnungen einen gemütlichen
Ausklang.

